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Bruce Springsteen
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Bruce Frederick Joseph Springsteen (* 23. September 1949 in Long Branch, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Rock-Sänger, Gitarrist und Komponist, sowie Oscar- und Tony-Award-Preisträger und 20-facher Grammy-Gewinner. Springsteen ist weltweit äuĂerst populär und einer der kommerziell erfolgreichsten Rockmusiker Ăźberhaupt. Springsteen hat 21 Studioalben und ca. 350 Eigenkompositionen verĂśffentlicht, die meisten davon mit seiner Begleitband E Street Band. Allein in den Vereinigten Staaten hat er mehr als 70 Millionen Alben verkauft, weltweit sind es inklusive DVDs ca. 170 Millionen. Seine Songs haben meist das amerikanische Alltagsleben zum Thema. Sein Spitzname âThe Bossâ entstand in den 1970er Jahren, als er seinen Bandmitgliedern nach den Auftritten die Gage bar ausbezahlt hat. Springsteen ist bekannt fĂźr seine hochenergetischen Livekonzerte, die meist dreieinhalb bis vier Stunden dauern.cite-ref-1[1]
Contents
⢠Leben
⢠2014: High Hopes
⢠Musik
⢠Live-Konzerte
⢠Texte
⢠Filme
⢠Publikationen
⢠Diskografie
⢠Rezeption
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Leben
Kindheit, Jugend und Familie
Bruce Springsteen wuchs in einem katholischen Elternhaus in Freehold, New Jersey, zusammen mit zwei jĂźngeren Schwestern, Virginia und Pamela Springsteen, in einfachen Verhältnissen auf. Die Eltern â besonders die Mutter Adele â waren sehr religiĂśs und versuchten, dies den Kindern zu vermitteln. Ein GroĂteil seiner Verwandtschaft lebte in unmittelbarer Nachbarschaft und der kleine Bruce verbrachte viel Zeit bei GroĂeltern, Onkeln und Tanten.
Sein Vater Douglas Springsteen (* 31. August 1924; â 26. April 1998) war irisch-niederländischer Herkunft. Bruce beschreibt ihn als cholerische, schroffe Person, der es schwerfiel, emotionalen Kontakt zu den Kindern herzustellen. Douglas war wenig erfolgreich in wechselnden Jobs tätig, etwa in einer Teppichweberei, als Taxifahrer und als Gefängniswärter. Bruce Springsteen erinnert sich an seinen Vater als einen frustrierten, abends oft betrunken in der KĂźche sitzenden Mann. Seine Mutter, Adele Zerilli (* 4. Mai 1925; â 31. Januar 2024),cite-ref-2[2] war italienischer Herkunft. Er beschreibt sie als warmherzige, aktive Frau, die das Familienleben organisierte. Zusätzlich arbeitete sie als Sekretärin. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie Springsteen waren bescheiden. Wegen finanzieller Schwierigkeiten folgte Mitte der 1950er Jahre ein sozialer Abstieg, so dass die Familie in ein hauptsächlich von Zuwanderern und Marinesoldaten bewohntes Viertel umziehen musste.
Anthony Zerilli, Springsteens GroĂvater mĂźtterlicherseits, wanderte aus dem sĂźditalienischen Vico Equense Ăźber Ellis Island in die USA aus. Ebenso die GroĂmutter mĂźtterlicherseits, Adelina Sorrentino, wanderte aus Italien ein und wurde 100 Jahre alt, ohne jemals englisch zu sprechen. Der GroĂvater väterlicherseits war zu 50 % irischstämmig, zu 50 % niederländisch, woher auch der holländische Name Springsteen stammt. Die GroĂmutter väterlicherseits war zu 100 % irischstämmig. Springsteen hat demnach italienische und irische Wurzeln sowie einen kleinen Anteil holländische.
Springsteen rebellierte einerseits gegen seinen Vater und versuchte ihm so wenig wie mÜglich zu gleichen; andererseits ßbernahm er dessen Werte aus der Arbeitswelt (unter anderem Misstrauen gegenßber Intellektuellen) sowie dessen Begeisterung fßr Autos. Diese Ambivalenz kennzeichnet auch sein Verhältnis zu seiner Heimatstadt und zu New Jersey sowie zur organisierten Religion.
Von Nachbarn wurde der Junge als unbeschwertes, aktives Kind beschrieben. Dieser Zustand änderte sich mit Eintritt in die von Franziskanerinnen geleitete St.-Rose-of-Lima-School. Springsteen wurde zum Problemkind, das in ständigem Konflikt mit den Lehrern war und sich mehr und mehr in sich selbst zurĂźckzog. Er entwickelte ein GespĂźr fĂźr Isolation, das ihn bis weit ins Erwachsenenleben hinein begleiten sollte. Er selbst äuĂerte sich dazu später folgendermaĂen: âIch hatte viele Pläne, doch ich war immer derjenige, der drauĂen stand und sehnsĂźchtig nach drinnen blickte. Ich habe mich schon sehr frĂźh einsam gefĂźhlt. Alle in der Familie meines Vaters waren AuĂenseiter.â Schon in seiner Jugend empfand Springsteen die sich ihm als Arbeiterkind bietenden Zukunftsperspektiven als bedrĂźckend. Das Leben seiner Eltern erschien ihm als Sackgasse.
Im Alter von zehn Jahren entwickelte sich seine Begeisterung fĂźr Rockmusik, zunächst fĂźr Elvis Presley, später auch fĂźr die Rolling Stones und die Beatles, und er bekam seine erste Gitarre zu Weihnachten des Jahres 1964 geschenkt. Mit 14 Jahren wechselte er auf die regionale High School von Freehold und entdeckte die Rockmusik als MĂśglichkeit, der Enge seines bisherigen Lebens zu entfliehen. Das kulturelle Leben im Hause Springsteen war hauptsächlich durch den Fernseher bestimmt und Bruce hatte so gut wie keinen Zugang zu Literatur. Durch Bob Dylan lernte er die AusdrucksmĂśglichkeiten in Songtexten kennen. Später schrieb er Ăźber diese Zeit den Song No Surrender fĂźr das 1984 verĂśffentlichte Album Born in the U.S.A.: âWe learned more from a three minute record than we ever learned in schoolâ und 1988 anlässlich der Aufnahme Dylans in die Rock and Roll Hall of Fame: âHe was the brother that I never had. [âŚ] Like Elvis freed your body, Bob freed your mind.â Er begann ernsthaft Gitarre zu Ăźben und spielte in lokalen Bands. 1967 absolvierte er die High School und besuchte danach ein Jahr lang das nahegelegene Ocean County College, ohne dort einen Abschluss zu erreichen.
1969 zogen seine Eltern mit der jĂźngeren Schwester nach Kalifornien, wo sein Vater Arbeit als Busfahrer in San Mateo fand. Bruce blieb in New Jersey im Haus der Eltern zurĂźck und zog später in ein Zimmer in Asbury Park. Er ging keiner geregelten Arbeit nach, verbrachte die Zeit vielmehr mit Musik, Softball, Surfen, Mädchen und Autofahren. 1968 hatte Springsteen, der später so treffend Situationen und GefĂźhle der working class beschrieb, seinen einzigen Job auĂerhalb der Musikszene, eine wenige Wochen dauernde Beschäftigung als Gärtner.
Seine Herkunft hat ihn stark beeinflusst. Dabei entwickelte er ein ausgesprochen zwiespältiges Verhältnis zu seinen Wurzeln. So sagte er einmal, dass er als Jugendlicher seine Heimatstadt als engstirnig und armselig empfunden habe.
Heute lebt er mit seiner Frau wieder in der Nähe von Freehold, New Jersey, auf seiner âStone Hill Farmâ in Colts Neck, wo sich auch sein Tonstudio und groĂzĂźgige Pferdestallungen befinden. Die Trostlosigkeit des Arbeiterlebens und die vorgezeichneten Lebensläufe der Arbeiterklasse sowie deren Versuche, aus ihren Lebensumständen auszubrechen, sollten die bestimmenden Themen vieler seiner Songs werden. Auch sein konfliktbeladenes Verhältnis zu Autoritäten â speziell zu seinem Vater â hat er immer wieder zum Thema gemacht.
Seit dem Wahlkampf von Barack Obama stand er stets auf Seiten der Demokratischen Partei. Zur Präsidentschaft von Donald Trump sagte Springsteen im Mai 2025 âDas Amerika, das ich liebe, das Amerika, Ăźber das ich geschrieben habe, das seit 250 Jahren ein Leuchtfeuer der Hoffnung und der Freiheit ist, befindet sich derzeit in den Händen einer korrupten, inkompetenten und verräterischen Regierungâ.cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]
Von 1985 bis 1989 war Springsteen mit dem amerikanischen Model Julianne Phillips verheiratet. Seit 1991 ist er in zweiter Ehe mit der Sängerin Patti Scialfa verheiratet und hat mit ihr zwei SÜhne (Evan James * 1990 und Sam Ryan * 1994) und die Tochter Jessica (* 1991), die eine international erfolgreiche Springreiterin ist. Scialfa ist seit 1988 Mitglied in Springsteens E Street Band, in der sie Gitarre spielt und singt. Springsteen hat neben der Farm in Colts Neck einen weiteren Wohnsitz in Wellington, Florida. Im Juli 2022 wurde Springsteens erste Enkelin Lily Harper Springsteen geboren, die Tochter seines Sohns Sam.
1965â1974: Musikalische Anfänge
Seine ersten musikalischen EinflĂźsse waren Country-&-Western-Hits von Gene Autry, Roy Rogers sowie von Hank Williams, die zu Hause und bei seiner GroĂmutter häufig zu hĂśren waren. Sie sind auf Alben wie Nebraska und The Ghost of Tom Joad deutlich zu hĂśren. 1965 trat er der Band Castiles â der Name stammte von einer Seife â bei und spielte recht erfolgreich in kleinen Clubs wie dem berĂźhmten New Yorker Cafe Wha?. Unter der Leitung von Manager Tex Vineyard erlangten die Castiles lokale BerĂźhmtheit und nahmen zwei Singles auf, Baby I, Thatâs what you get. Springsteens musikalische Ambitionen stieĂen bei seinen Eltern auf wenig Gegenliebe. Glaubt man seinen Erzählungen, gab es in der Familie Springsteen zwei Dinge, die unbeliebt waren: zum ersten er selbst und zum zweiten seine Gitarre. So jedenfalls seine Ansage zu Growinâ up (Live 1975â1985): âThere were two things that were unpopular in my house: one was me. The other one was my guitar.â
1968 grĂźndete er eine neue Band mit Namen Earth, ein Trio mit der âklassischenâ Besetzung Gitarre, Bass und Schlagzeug. Die Band bestand wohl nur von August 1968 bis Februar 1969, hatte in dieser Zeit aber mehr als ein Dutzend Auftritte. Im März 1969 grĂźndete Springsteen mit Leuten, die er im Upstage Club getroffen hatte, die Band Child. Im November desselben Jahres änderten sie den Namen in Steel Mill. Ihr Hard Rock brachte Springsteen weitere kleine Erfolge. Drei Singles wurden aufgenommen: The Train Song, Heâs guilty und Going back to Georgia. Die Aufnahmen werden heute regelmäĂig auf CD-BĂśrsen gehandelt.
Im Januar 1971 verlieĂ Springsteen Steel Mill, weil er sich in eine andere musikalische Richtung begeben wollte. Die Zeit bis zur Formierung einer neuen Band ĂźberbrĂźckte er mit Gastauftritten, so zum Beispiel bei Steven Van Zandt & The Big Bad Bobby Williams Band, deren Bandleader der spätere Gitarrist der E Street Band war. In dieser Zeit fanden sowohl verschiedene Jamsessions mit unterschiedlichen Musikern als auch Solo-Akustik-Auftritte statt. Aus diesen Jamsessions entstand schlieĂlich die Band Dr. Zoom and the Sonic Boom, bei der alle greifbaren Personen eingebunden wurden. Dies ging so weit, dass vier Mitglieder als Monopoly-Spieler der Band beigetreten waren und auch genau das auf der BĂźhne taten: Monopoly spielen.
Neben Van Zandt, der hier ebenfalls mit von der Partie war, gehĂśrten auch die späteren E Street-Band-Mitglieder Garry Tallent, David Sancious, Vini Lopez und Danny Federici âDr.Zoom & the sonic Boomâ an. Ein Southside-Johnny-Mitglied, fĂźr dessen Band Southside Johnny & the Asbury Jukes Springsteen und Van Zandt später viele Lieder schreiben und produzieren sollten (Itâs been a long time), war ebenfalls Mitglied von Dr. Zoom & the sonic Boom.
Nach deren Ende spielte Springsteen ßbergangsweise mit Van Zandt und Southside Johnny, Garry Tallent und Vini Lopez in der Sundance Blues Band, bevor er im Juli 1971 die Bruce Springsteen Band grßndete. Sie kann als abgespeckte Version von Dr. Zoom angesehen werden und gilt als Vorläufer der E Street Band.
Die Band, mit der Springsteen ab Oktober 1972 spielte und Ende 1972 sein erstes Studioalbum Greetings from Asbury Park, N.J. aufnahm, trug keinen Namen, wird aber als frĂźhe E Street Band angesehen. Offiziell wurde sie erst ab 1974 mit diesem Namen angekĂźndigt. Er bezieht sich auf die Adresse des damaligen Keyboarders der Band, David Sancious.
Der Springsteen dieser âfrĂźhen Jahreâ wird von Zeitzeugen als umtriebige, von manischem Arbeitseifer getriebene, gleichzeitig aber schĂźchterne und speziell in geschäftlichen Dingen naive Person beschrieben, die nur auf der BĂźhne auftaute und FĂźhrungsqualitäten zeigte.
Nachdem der Impresario John Hammond auf Springsteen aufmerksam geworden war, nahm er den Musiker fĂźr Columbia Records unter Vertrag. Entgegen den Plänen seines Managers, der die Aufnahme eines Folkalbums vorgesehen hatte, nahm Springsteen seine Band mit ins Studio. Er sollte eigentlich als eine Art âneuer Bob Dylanâ vermarktet werden. Im Januar 1973 erschien das DebĂźtalbum Greetings From Asbury Park, N.J. Die Platte wird als gute, wenn auch nicht herausragende Rockplatte betrachtet. Musikalisch war sie in weiten Teilen noch recht konventionell und trug deutliche FolkeinflĂźsse. Sie zeigte bereits das erzählerische Talent Springsteens. Seine Texte waren bilderreiche, ausufernde Beschreibungen des Lebens eines Jugendlichen in New Jersey. Der Titel der Platte bezieht sich auf ein Seebad an der AtlantikkĂźste von New Jersey, das mit seinen vielen Clubs in den 1960er Jahren ein Mekka fĂźr aufstrebende Musiker war. Asbury Park war mit seinem bunten Nachtleben ein beliebter Anziehungspunkt fĂźr Jugendliche und bot vielen Bands AuftrittsmĂśglichkeiten.
Springsteens Debßt-LP war, aber auch wenn sie von Kritikern gelobt wurde, ebenso wie die noch im Herbst desselben Jahres folgende zweite, The Wild, the Innocent & the E Street Shuffle, zunächst ein Flop. The Wild⌠gilt inzwischen wegen ihrer musikalisch wie textlich dichten, lebhaften und vielschichtigen Schilderung des Lebens in New Jersey und New York aus der Sicht eines Heranwachsenden nicht nur als eine seiner besten Platten, sondern auch als eine zu Unrecht kaum beachtete Perle der frßhen 1970er Jahre. Im Gegensatz zum spärlich instrumentierten Debßtalbum weist es starke Einflßsse von Soul und Jazz auf und war musikalisch inspiriert von Van Morrison.
1975â1981: Der Durchbruch mit Born to Run
Erst mit dem dritten Album, Born to Run, gelang 1975 der kommerzielle Durchbruch. Das Album kam unter die Top Five der Hitliste, mit dem Titelsong Born to Run gab es auch einen Top-20-Single-Hit. Das Album wurde aufwendig produziert, Springsteen verwendete ein reichhaltiges Instrumentarium; zusätzlich zur Ăźblichen Rockbesetzung wurden Klavier, Fender-Rhodes-E-Piano, Glockenspiel, Cembalo, Saxophon, Trompete (Randy Brecker), FlĂźgelhorn und Hammondorgel eingesetzt. Dadurch erzeugte er einen sehr dichten und vollen Sound, der an Phil Spectors sogenannte âWall of Soundâ erinnert. Besonders treten dabei das Saxophon sowie das Klavier im Stile von Billy Joel hervor. Der Sound des Albums und insbesondere der Song Thunder Road gelten als Inspiration fĂźr das Album Bat out of hell von Meat Loaf und Jim Steinman. Max Weinberg und Roy Bittan, die 1977 auch an Meat Loafs grĂśĂtem Erfolg Bat out of Hell beteiligt waren, spielten nun Schlagzeug beziehungsweise Klavier. Die Musik ist aber nicht immer ganz frei von Bombast und Pathos. Im folgenden Beispiel aus dem Titel Born to Run bringt das Klavier kraftvoll gespielte AkkordblĂścke abwechselnd mit gebrochenen Akkorden in 16-tel Notenwerten (siehe Noten und ). Springsteen hat den GroĂteil des Born-to-Run-Albums auf seinem Klavier komponiert, weshalb dies sehr dominant ist. Das Klavierspiel hatte sich der jugendliche Bruce auf dem Instrument seiner Tante selbst beigebracht.
In London spielte Springsteen 1975 sein erstes Konzert in Europa.
Einige Titel der ersten drei Alben, wie zum Beispiel Jungleland, sind aus mehreren Teilen aufgebaut und Ăźberschreiten dabei deutlich die sonst im Rock Ăźbliche 4-Minuten-Grenze. So beginnt der Titel Jungleland auf Born to Run mit einer âklassisch angehauchtenâ Klaviereinleitung (siehe ), zu der sich Streicher gesellen. Der Mittelteil ist mit der âĂźblichen Rockbesetzungâ versehen. Daran schlieĂt sich ein intimer Jazz-Part (siehe Noten und ) mit Saxophon, Bass, Klavier und jazz-typischem Schlagzeugspiel an, bevor es wieder ârockigerâ wird, und der Song mit der Klaviereinleitung endet.
Aufgrund des Erfolges des Albums kam Springsteen in der gleichen Woche sowohl auf die Titelseite von Time als auch von Newsweek â ein neuer Star war geboren. Dies wurde von Publikum, Musikerkollegen und Kritikern teils mit Skepsis beobachtet. Viele vermuteten dahinter einen Medienhype. Bereits ein Jahr zuvor hatte ein Musikkritiker anlässlich eines Konzertes von Springsteen in Cambridge geschrieben: âIch habe die Zukunft des RockânâRoll gesehen, und ihr Name ist Bruce Springsteen.âcite-ref-5[5] Der Name des Musikkritikers: Jon Landau, der wenig später Springsteens Manager wurde, nachdem dieser sich nach einem langwierigen Rechtsstreit von seinem bisherigen Manager Mike Appel getrennt hatte. Durch diesen Streit hatte sich auch die VerĂśffentlichung seines nächsten Albums Darkness on the Edge of Town bis ins Jahr 1978 verzĂśgert. Landau ist bis heute Springsteens Manager, Freund und Co-Produzent.
Auf diesem Album wird das Prinzip der âWall of Soundâ nicht mehr verwendet. Die StĂźcke sind einfacher strukturiert und die einzelnen Instrumente deutlicher voneinander abgehoben. Dabei treten besonders die von Danny Federici gespielte Orgel und noch mehr die E-Gitarre in den Vordergrund. Es sind EinflĂźsse von Duane Eddy, Jimmy Page und Roy Buchanan zu hĂśren. Springsteens Gesang klingt deutlich gepresster und betont maskulin. Seine Musik entwickelt sich auf dieser und den folgenden Platten in Richtung eines einfachen und kraftvollen Rocksounds.
War Born to Run noch von einer euphorischen Stimmung geprägt, so ist Darkness deutlich pessimistischer. Dies zeigt sich schon im Titel der Platte. Springsteen selber äuĂerte sich zu diesem Album folgendermaĂen: âThereâs less of a sense of a free ride in 'Darknessâ than in 'Born to Run'. Thereâs more a sense of: if you wanna ride, youâre gonna pay, and you better keep riding. Thereâs just a little more world awareness.âcite-ref-6[6] (âEs gibt weniger die Stimmung des freien Spielens auf âDarknessâ als bei âBorn to Runâ. Die Stimmung ist eher: Wenn du spielen willst, musst du dafĂźr bezahlen. Und du spielst lieber weiter. Es ist einfach ein bisschen reflektierter.â)
1978 kam es zu einer Zusammenarbeit mit Patti Smith, die mit der Springsteen-Komposition Because The Night einen Hit landete. Im Jahr 1979 beteiligte sich Springsteen an dem Konzert No Nukes, bei dem er sich mit anderen KĂźnstlern gegen die Nutzung von Atomkraft einsetzte.
Das Doppelalbum The River (1980) zeigte seine musikalischen Fähigkeiten in ihrer ganzen Bandbreite, von der Ballade âwie im Titelsong (siehe Noten und ), der mit akustischer Gitarre und Mundharmonika beginnt, zu der im Refrain Klavier, Schlagzeug und Bass tretenâ bis zum Rocker.
Mit Hungry Heart enthielt das Album zudem seinen ersten Top-Ten-Hit, durch den er in Europa einer breiteren Ăffentlichkeit bekannt wurde. Dies zeigte sich bei der anschlieĂenden Tournee, bei der er im April 1981 in Frankfurt, MĂźnchen, Berlin und Hamburg vor ausverkauften Häusern erstmals in Deutschland spielte.
1982â1983: Minimalistische Arrangements: Nebraska
Dass Springsteen immer fĂźr eine Ăberraschung gut ist, bewies die VerĂśffentlichung seines nächsten Albums Nebraska (1982). Anstatt den erfolgreichen Weg von The River weiter zu verfolgen, schuf er auf Nebraska, begleitet nur von Gitarre, Mundharmonika und Glockenspiel, eine dĂźstere Atmosphäre, die den Hintergrund fĂźr seine Geschichten Ăźber AuĂenseiter der amerikanischen Gesellschaft abgab. Nach mehreren vergeblichen Arrangementversuchen mit der E Street Band entschied sich Springsteen schlieĂlich â quasi als NotlĂśsung â fĂźr eine VerĂśffentlichung seiner im Homerecordingstudio entstandenen Demoaufnahmen (erkennbar auch am ungeschliffenen Sound). Verglichen mit The River war das Album ein Flop. Heute gilt es mit seinen intimen und eindringlichen, oft depressiv wirkenden Liedern aber als eines seiner besten Alben.
1984â1991: Stadionrock â Born in the U.S.A.
EndgĂźltig zum Superstar wurde Springsteen mit Born in the U.S.A. (1984), einem Album, das sieben Top-Ten-Hits in den USA hervorbrachte. Die Songs sind im Vergleich zu den Vorgängeralben noch einfacher aufgebaut, das heiĂt auf das Wesentliche reduziert. Sie sind geprägt von einfachen Ăźblichen Rock-Riffs der Gitarre oder der Keyboards sowie eingängigen âMitsing-Refrainsâ, beispielsweise im Titelsong Born in the U.S.A. oder in Glory Days (siehe Noten).
Der Keyboardsound ist dabei dem Geschmack der 1980er Jahre angepasst. In der Folge häufig kopiert wurde der wuchtige Drumsound des Titelsongs mit der betonten und mit viel Hall aufgenommenen Snaredrum auf dem 2. und 4. Taktteil (siehe Noten und ).
Das Jahr 1984 brachte aber auch einschneidende Veränderungen fĂźr Springsteen mit sich: Steve Van Zandt, Weggefährte der ersten Stunde, verlieĂ die E Street Band nach Abschluss der Arbeiten am Album, um eine Solokarriere zu verfolgen. Als Ersatz wurde fĂźr die Tour Nils Lofgren verpflichtet. Als weitere Veränderung gab es erstmals eine Backgroundsängerin auf der BĂźhne, Patti Scialfa. Born in the U.S.A. ist eine der meistverkauften Platten der Rockgeschichte, und fĂźr Springsteen folgte eine Welttournee, die ihn im Juni 1985 auch wieder fĂźr zwei groĂe Konzerte im Frankfurter Waldstadion und im MĂźnchener Olympiastadion nach Deutschland fĂźhrte. Der Titelsong wurde nicht nur in den USA vielfach als patriotische Hymne missverstanden, da man mehr auf den mitreiĂenden Refrain als auf den sozialkritischen Text achtete. Ronald Reagan benutzte das Lied in seinem Wahlkampf, was Springsteen aber unterband. Springsteen hatte zunächst eine rein akustische Version des Lieds eingespielt, aber dann der härteren Rockversion mit voller Bandbesetzung den Vorzug gegeben. Auf seinem Livemitschnitt der Konzerte im Rahmen der Reunion-Tour 1999/2000 aus dem Madison Square Garden spielte er das Lied wieder solo und rein akustisch. âI had a brother at Khe Sahn, / fightinâ off the Vietcong, / theyâre still there, but heâs all gone âŚâ Mit einem einzigen Vers, mehr noch: mit einigen gesanglich extrem gestreckten Silben âheâs all gone âŚâ vermag Springsteen die Wirkung eines ganzen Kriegs in einem Brennpunkt poetisch einzufangen, ohne freilich offensichtlich Partei zu ergreifen.
Am 13. Mai 1985 heiratete Springsteen Julianne Phillips, Schauspielerin und Model, die er erst wenige Monate zuvor in Los Angeles kennengelernt hatte.
Nachdem Springsteen jahrelang die VerĂśffentlichung von Konzertmitschnitten abgelehnt hatte, weil er fĂźrchtete, die Atmosphäre seiner Konzerte kĂśnne nicht auf Plattenaufnahmen vermittelt werden, änderte er seine Meinung. Unter dem Titel Live/1975-85 erschien im November 1986 eine Sammlung aus 40 Songs auf fĂźnf LPs beziehungsweise drei CDs. Eine erst im Jahr 2006 verĂśffentlichte Aufnahme eines Konzertes 1975 in London (Hammersmith Odeon, London â75) ist ein lebhaftes Dokument, das Springsteen und seine Band voller Spielfreude zeigt. Bootlegs anderer Auftritte sind bei Fans begehrte Sammlerobjekte und kursieren unter diesen in groĂer Zahl.
1987 erschien das Album Tunnel of Love. Es beschreitet einen Mittelweg zwischen dem martialischen, âverschwitztenâ Stadionrock von Born in the U.S.A. und der intimen Stimmung von Nebraska. Die Songs wirken âentspannterâ und gehen eher etwas in Richtung einer modern klingenden Popmusik. Keyboard-Sounds dominieren gegenĂźber E-Gitarren, und der Drumsound klingt nicht mehr ganz so wuchtig wie beim Vorgängeralbum. Die Mitglieder der E Street Band wurden nur eingesetzt, wenn es der einzelne Song erforderte. Bei der anschlieĂenden Tournee spielte Springsteen zum ersten Mal auch im Ostteil des damals noch geteilten Berlin. 160.000 Eintrittskarten wurden zum Konzert am 19. Juli 1988 in der Radrennbahn WeiĂensee offiziell verkauft.cite-ref-7[7] Es war zugleich Springsteens grĂśĂter Live-Auftritt, den er je gegeben hat.cite-ref-8[8]
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Hauptartikel
:
Bruce-Springsteen-Konzert 1988 in Ost-Berlin
Im September und Oktober 1988 ging er zusammen mit anderen KĂźnstlern, Sting, Peter Gabriel und Tracy Chapman, auf eine Benefiztournee zu Gunsten der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.
Bruce Springsteen hielt 1988 bei der Aufnahme Bob Dylans in die Rock and Roll Hall of Fame die Laudatio.
Schon während der Tunnel-of-Love-Tournee waren GerĂźchte aufgekommen, dass Springsteen mit seiner neu zur Band gestoĂenen Backgroundsängerin Patti Scialfa ein Verhältnis habe. 1988 reichte Julianne Phillips schlieĂlich die Scheidung ein, die im März 1989 vollzogen wurde. Am 25. Juli 1990 kam in Los Angeles Springsteens und Scialfas erster Sohn zur Welt, am 8. Juni 1991 heirateten sie. Am 30. Dezember 1991 wurde ihre Tochter geboren, 1994 folgte noch ein weiterer Sohn.
1992â1997: Neue Wege
AnschlieĂend legte Springsteen die Zusammenarbeit mit den Musikern der E Street Band auf Eis, ohne die Band offiziell aufzulĂśsen. Es folgten zwei gleichzeitig verĂśffentlichte Alben im Jahre 1992, Human Touch () und Lucky Town, die Springsteen mit verschiedenen weltbekannten Musikern der Session-Szene von Los Angeles, wie dem Schlagzeuger Jeff Porcaro von Toto, dem Trompeter Mark Isham und den Sängern Bobby King und Sam Moore einspielte, die ihn auch auf der anschlieĂenden Tournee begleiteten. Die beiden Alben wurden wegen ihrer âzu kommerziellen Ausrichtungâ von eingefleischten Springsteen-Fans als musikalischer Tiefpunkt seiner Karriere gewertet, unter anderem auch, weil Fans und Kritiker monierten, man wolle damit der Verkaufsstrategie von Guns Nâ Roses nacheifern, die ein paar Wochen zuvor ebenfalls gleichzeitig die beiden Platten Use Your Illusion I & II herausbrachten. Springsteen erklärte beide Alben als grundsätzlich eigenständig und unterschiedlich. RĂźckblickend erscheint dies glaubhaft, zumal gerade Lucky Town sehr selbstkritische und persĂśnliche Texte enthält, die auf Human Touch fehlen. Die Verkäufe gingen im Vergleich zu den beiden vorausgehenden Studioalben deutlich zurĂźck.
Am 11. November 1992 gab Springsteen in Los Angeles ein Konzert in der Reihe MTV Unplugged, in dem er nur den Starter Red Headed Woman akustisch spielte. Das Album erhielt den Titel In Concert/MTV Plugged.
1995 erschien sein zweites Soloalbum The Ghost of Tom Joad, inspiriert von der gleichnamigen Figur aus John Steinbecks Roman Frßchte des Zorns. Hier ßberträgt er das von Steinbeck beschriebene Schicksal der vor Ükonomischen und klimatischen Katastrophen fliehenden Okies während der Depressionszeit mit dem Schicksal der lateinamerikanischen Einwanderer in den heutigen USA. Auf dem Album spielt Springsteen fast alle Instrumente selbst. Akustische Gitarre und Mundharmonika dominieren () und werden nur vereinzelt von Schlagzeug, Bass und Keyboards unterstßtzt. Er präsentierte das Album mit einer Solotournee. Kurz darauf coverte die politisch aktive Band Rage Against the Machine sein Lied The Ghost of Tom Joad und kleidete es musikalisch neu ein. Sie spielten es oft live, bevor es im Jahr 2000 auf ihrem Album Renegades erschien.
Zahlreiche Springsteen-Songs fanden ihren Weg in Kino-Soundtracks. FĂźr Streets of Philadelphia aus dem Film Philadelphia erhielt er einen Oscar fĂźr den besten Originalsong, fĂźr den Titelsong Dead Man Walking zum Todesstrafen-Drama Dead Man Walking wurde Springsteen zum zweiten Mal fĂźr den Oscar nominiert. Auf die Bitte von Mickey Rourke hin schrieb Springsteen Anfang 2008 The Wrestler als den Titelsong zu dem gleichnamigen Kinofilm, der im Dezember 2008 verĂśffentlicht wurde. Springsteen verlangte hierfĂźr keine Tantiemen von der Produktionsgesellschaft und verĂśffentlichte den Song Ende Januar 2009 auch selbst, als Bonustrack auf Working on a Dream. FĂźr die Harry-Potter-Filmreihe reichte er den Song Iâll Stand by You Always ein, der jedoch in keinem der Filme Verwendung fand.cite-ref-9[9]
1998â2000: Wiedervereinigung
Im November 1998 erschien Tracks, ein Vier-CD-Set mit zahlreichen Aufnahmen aus Springsteens Gesamtwerk, von denen die meisten bis dahin offiziell nicht erschienen waren. Erwähnt sei beispielhaft die Urversion von Born in the U.S.A., die klanglich sehr viel näher am Nebraska-Album liegt. Springsteen entschloss sich dann, mit der E Street Band wieder auf Tournee zu gehen. Sie feierten ein grandioses Comeback: Von April bis Juni 1999 spielten sie zunächst in groĂen Hallen und Stadien in Europa, bevor im Juli 1999 eine ausgedehnte US-Tournee begann, die (mit Unterbrechungen) fast ein Jahr dauerte und mit einer Serie von zehn Konzerten im New Yorker Madison Square Garden endete.
Mit dem Song American Skin (41 Shots) thematisierte Springsteen im Jahr 2000 den Fall des Immigranten Amadou Diallo, der im Jahr zuvor Opfer eines Zwischenfalls mit der New Yorker Polizei geworden war. Vier weiĂe Polizisten hatten bei einer nächtlichen Polizeikontrolle auf den ebenso unbescholtenen wie unbewaffneten Diallo insgesamt 41 SchĂźsse abgegeben, von denen ihn 19 trafen und schlieĂlich tĂśteten. Der durch Springsteens Lied publik gemachte Fall lĂśste in den USA eine heftige Kontroverse Ăźber rassistisch motivierte Ăbergriffe der Polizei aus. New Yorker Polizeibeamte initiierten daraufhin eine Boykott-Kampagne gegen Springsteen, die ihm jedoch nicht geschadet hat.
2001â2004: The Rising
Im Juli 2002 erschien das Album The Rising, das unter dem Eindruck der Ereignisse des 11. September 2001 entstanden war und sich inhaltlich hauptsächlich mit dem Attentat und seinen Folgen beschäftigt. Springsteen hat direkt nach den Anschlägen bei einer weltweit ausgestrahlten Benefizveranstaltung erstmals seinen noch unverĂśffentlichten Song My city of ruins beigetragen. Die Kritik auf das Album war zunächst gespalten, es gab auch Verrisse in den Medien. Der Ton der Rezensenten änderte sich aber bald und manch einer, wie zum Beispiel Der Spiegel, legte nach einer negativen Beurteilung nur kurze Zeit später eine positive Besprechung nach. Auf The Rising werden zusätzlich die im Rock eher unĂźblichen Instrumente Violoncello und Violine eingesetzt. Asif Ali Khan und seine Gruppe steuern arabische Klänge bei. Springsteen erhielt fĂźr The Rising drei Grammys, davon einen in der Kategorie âBestes Rockalbum des Jahresâ. The Rising ist eine vordergrĂźndig unpolitische Reflexion der GefĂźhlslage nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Erneut schloss sich eine ausgedehnte Tournee an, diesmal durch Europa, Australien, Neuseeland und die Vereinigten Staaten. Schon während dieser Tour wurde Springsteen deutlich politischer. Er kritisierte offen George W. Bush wegen des Irak-Krieges und setzte sich im Herbst 2004 gemeinsam mit anderen Musikern wie R.E.M., John Mellencamp, Pearl Jam und Bright Eyes mit der âVote for change-Tourâ fĂźr die Wahl John Kerrys zum US-Präsidenten ein. AuĂerdem wurde der Springsteen-Titel No Surrender von Kerry als Wahlkampfsong verwendet.
2005: Devils & Dust
Am 25. April 2005 erschien Springsteens Album Devils & Dust, das von der Kritik positiv aufgenommen wurde, die Fangemeinde aber wie das zehn Jahre zuvor erschienene The Ghost of Tom Joad spaltete. Das eher ruhige Album besteht etwa zur Hälfte aus Liedern, die sich im Laufe der Jahre bei Springsteen angesammelt hatten, die er aber zurßckhielt, weil sie seiner Meinung nach nicht auf VerÜffentlichungen wie zum Beispiel The Rising gepasst hätten. Der Titelsong Devils & Dust entstand unter den Eindrßcken des Irak-Krieges.
Textlich versuchte Springsteen, behutsam neue Wege zu erforschen. In den Titeln Reno, der den Oralverkehr mit einer Prostituierten beschreibt: âShe slipped me out of her mouth. âYouâre ready,â she said âŚâ, und Long time comin werden sexuelle Dinge im Gegensatz zu frĂźher offen angesprochen. Die Folge war ein Warnhinweis âAdult advisory warning stickerâ auf den CDs in den USA.
Die darauf folgende Welttournee, die ihn im Juni 2005 auch nach Deutschland fĂźhrte, bestritt er ohne Band, allein mit akustischer Gitarre, Klavier und Harmonium, in der ruhigen Atmosphäre des Albums. Die Kritiken waren äuĂerst positiv, wenngleich die als Ăźbertrieben hoch empfundenen Ticketpreise von bis zu knapp 100 ⏠bei den Fans fĂźr erhebliche Verstimmung sorgten.
2006â2007: The Seeger Sessions
Einen weiteren RĂźckgriff auf die Folkwurzeln, die Springsteen immer beeinflusst haben, stellt das im April 2006 erschienene Album We Shall Overcome: The Seeger Sessions dar, das sich auf den Anfang 2014 94-jährig gestorbenen Folkmusiker Pete Seeger bezieht, der zahlreiche traditionelle FolkstĂźcke unverändert oder verändert aufgenommen und damit fĂźr folgende Generationen archiviert hat. Im Jahre 1997 kam Springsteen zum ersten Mal intensiv mit Seegers Werk in Kontakt, als er das Lied We Shall Overcome fĂźr die Seeger-Tribute-CD Where have all the flowers gone aufnahm. Zusammen mit Musikern aus New York City, die er durch die E-Street-Geigerin Soozie Tyrell kennengelernt hatte und die bei einem Fest auf seiner Farm spielten, nahm er spontan 1997, 2005 und 2006 in nur drei eintägigen Aufnahmesessions im Wohnzimmer und Flur seines alten Farmhauses in Coltâs Neck ein Album mit den alten FolkstĂźcken und Traditionals auf, die durch Seeger bekannt wurden. Das Album wurde live mit vorwiegend akustischen Instrumenten (Banjo, Fiddles, Gitarren, Bläser, Waschbrett etc.) eingespielt und wirkt dadurch lebhaft und natĂźrlich. Auf der zugehĂśrigen DVD sind die Aufnahmesessions als Film zu sehen.
Obwohl die AnkĂźndigung, Springsteen werde ein Album ausschlieĂlich mit Fremdkompositionen und ohne die E Street Band verĂśffentlichen, bei vielen Fans Irritationen auslĂśste, wurde die CD von der Kritik gelobt und ist auch kommerziell erfolgreich.
Die Auswahl der StĂźcke sollte einerseits traditionelle US-amerikanische Lieder zum Leben erwecken, nachdem im August 2005 die Stadt New Orleans, die als Wiege der amerikanischen Musik gilt, durch den Hurrikan Katrina zu groĂen Teilen zerstĂśrt worden war. Sie kann aber auch als Kritik an der amerikanischen Politik gedeutet werden. We Shall Overcome ist â wie schon in Seegers Version in den 1960er Jahren â ein Beispiel fĂźr ein Protestlied; ebenfalls auf dem Album findet sich mit Bring âem Home (âBringt sie nach Hauseâ) ein Song von Pete Seeger aus den 1960er Jahren fĂźr die Kampagne gegen den Vietnamkrieg geschrieben, den Springsteen nun auf den Irak-Krieg bezog.
Im FrĂźhjahr präsentierte Springsteen das Album mit einer 18-kĂśpfigen Band live. Der offizielle Tourstart war beim Jazzfest in New Orleans. AuĂer Springsteen, seiner Ehefrau Patti Scialfa und Geigerin Soozie Tyrell war kein Mitglied der E Street Band auf der BĂźhne. Sein einziges Deutschland-Konzert auf dieser Tour fand am 17. Mai 2006 in der Festhalle Frankfurt statt. Das Programm bestand vornehmlich aus den Seeger-StĂźcken, nur wenige eigene Titel kamen â vollkommen neu arrangiert â in dem zweieinhalbstĂźndigen Set vor.
Auf seiner zweiten Europatournee mit der Seeger Sessions Band (1. Oktober â 21. November 2006) trat Springsteen in der Color Line Arena in Hamburg und in der KĂślnarena auf. Beide Konzerte waren innerhalb von 20 Minuten ausverkauft.
Das Abschlusskonzert wurde aufgezeichnet und 2007 als Album und DVD unter dem Namen Live in Dublin verĂśffentlicht.
2007â2008: Magic
Am 28. September 2007 erschien Springsteens Album Magic, das erste mit der E Street Band seit The Rising aus dem Jahr 2002 und Springsteens RĂźckkehr zur gitarrenlastigen Rockmusik. Produziert wurde das Album erneut vom ehemaligen Pearl-Jam-Produzenten Brendan OâBrien. Eine erste Vorabsingle, Radio Nowhere, feierte am 26. August 2007 ihre Radioweltpremiere. Mit dieser Single knĂźpft Springsteen nicht nur musikalisch, sondern auch textlich an das erste Jahrzehnt seiner Karriere an. Einsamkeit, Sehnsucht und die Suche nach ErlĂśsung stehen im Vordergrund. Weitere Singles, fĂźr die auch Videos gedreht wurden, sind Long walk home und Girls in their summer clothes.
Das Album enthält elf auf dem Cover dokumentierte Lieder sowie ein zwĂślftes StĂźck, Terryâs Song, das Springsteens verstorbenem ehemaligen Leibwächter und Freund gewidmet ist.
Im Oktober 2007 begann Springsteen mit der E Street Band in den USA die Magic-Welttournee, die ihn im Dezember 2007 auch fßr zunächst zwei Konzerte nach Deutschland (Mannheim und KÜln) fßhrte. Im Juni 2008 folgten im Zuge dieser Tournee zwei weitere (Dßsseldorf und Hamburg), von denen das Hamburger Konzert bereits Mitte Januar 2008 ausverkauft war. Bei der Fortsetzung der Magic-Tour im Jahr 2008 lieà Springsteen aus dem Publikum Schilder einsammeln, auf die Musikwßnsche geschrieben waren. So wurde beispielsweise in Hamburg das bis zu diesem Konzert ßberhaupt erst einmal in der Silvesternacht 1980/1981 gespielte Held up without a gun, das auf der dritten CD der Essential Bruce Springsteen Box verÜffentlicht wurde, gespielt. In späteren Konzerten folgten weitere Raritäten und/oder Oldies.
Die Magic-Tour endete offiziell am 24. August 2008 im Sprint Center in Kansas City. Am 30. August 2008 fand noch eine weitere Show â offiziell auĂerhalb der Magic-Tour â im Roadhouse at the Lakefront (Milwaukee, WI) statt, es handelte sich dabei um eine Harley-Davidson Celebration Show.
2008â2011: Working on a Dream
Das Album Working on a Dream, das dem 2008 verstorbenen Keyboarder der E Street Band Danny Federici gewidmet ist, erschien in Deutschland am 23. Januar 2009. Auf seiner Website erklärte Springsteen, dass es âden Schwung der Magic-Sessions aufnehmeâ. Drei Songs wurden vorab Ăźber verschiedene Download-Dienste verĂśffentlicht: zuerst der Titelsong Working on a Dream, den Springsteen bereits im Herbst 2008 in einer akustischen Version bei Wahlkampfauftritten des damaligen demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten und späteren Wahlgewinners Barack Obama gespielt hatte. Danach folgten My Lucky Day und der Bonus-Track The Wrestler vom Soundtrack des gleichnamigen Films. Springsteen erhielt fĂźr diesen Song im Januar 2009 den Golden Globe Award fĂźr den âBest Original Songâ.
Auf der Special Edition der Album-CD, die eine DVD mit dem Titel Working on a Dream â The Sessions enthält, ist neben verschiedenen Sessionaufnahmen zusätzlich der Song The Jersey Devil enthalten, der bereits zu Halloween online als Video verĂśffentlicht wurde.
Working on a Dream erreichte schnell die Spitze internationaler Charts, in den USA, in England und Deutschland gelang dem âBossâ der Sprung auf Platz eins der Verkaufs-Hitliste. Nach Born in the USA (1984), Greatest Hits (1995), The Rising (2002) und Devils & Dust (2005) ist es seine insgesamt fĂźnfte Nummer-eins-Platzierung in Deutschland. Working on a Dream kam in 16 Ländern auf Platz eins in den Charts.
Bei der AmtseinfĂźhrung von US-Präsident Barack Obama im Januar 2009 spielte Springsteen auf den Stufen des Lincoln Memorials in Washington, D.C. mit einem groĂen Gospelchor sein StĂźck The Rising sowie gemeinsam mit Pete Seeger dessen Song This land is your land. Springsteen hatte auch bei Wahlkampfveranstaltungen von Obama gesungen, wodurch sich eine enge Freundschaft entwickelt hat.
Am 1. Februar 2009 spielte Springsteen mit der E Street Band in der Halbzeitpause (Halftime Show) des American-Football-Endspiels Super Bowl ein 12-minĂźtiges Medley aus vier Songs im Stadion von Tampa. Die Veranstaltung wurde weltweit live im TV Ăźbertragen.
Im Rahmen einer Welttournee 2009 spielten Bruce Springsteen und die E Street Band unter anderem in den Stadien von Wien, MĂźnchen, Frankfurt und Bern. Das Konzert im Londoner Hyde Park wurde gefilmt und 2010 auf DVD und Bluray verĂśffentlicht. Als ErĂśffnungssong brachte Springsteen den Clash-Klassiker London Calling.
2012â2013: Wrecking Ball
Das Album Wrecking Ball (deutsch: Abrissbirne) erschien Anfang März 2012 und ist dem verstorbenen Saxophonisten der E Street Band Clarence Clemons gewidmet. Anders als bei dem optimistischen Vorgängeralbum Working on a Dream geht es diesmal mit deutlich kritischerem Unterton um die Reflexion der US-Wirtschaftskrise und Kritik am Bankensystem. Die erste Single-Auskopplung des Albums, We Take Care of Our Own, wurde passend dazu schnell zu einer Art Hymne der Occupy-Wall-Street-Bewegung. Im Rahmen der Wrecking Ball-World Tour 2012/2013 spielten Springsteen und die E Street Band erneut zahlreiche Konzerte in Europa, darunter Wien, Zßrich, Frankfurt, KÜln und Berlin. Die letzte Station des ersten Europa-Legs der Tour war in Helsinki, dort spielten sie mit vier Stunden und sechs Minuten das längste Konzert der Bandgeschichte.
2014: High Hopes
Anfang Januar 2014 erschien das neue Album von Springsteen mit dem Titel High Hopes. Gastmusiker ist Tom Morello, der in den Songs High Hopes, Harryâs Place, American Skin (41 Shots), Just Like Fire Would, Heavenâs Wall, Hunter of Invisible Game sowie The Ghost of Tom Joad mitwirkt. Springsteen Ăźber Morello: âDie E Street Band ist ein groĂes Haus, aber wenn Tom auf der BĂźhne steht, baut er einen neuen Raum anâ. Das Album war im Voraus im Stream von Spiegel Online zu hĂśren.cite-ref-10[10]
2015â2018: The River 2016 Tour , Autobiografie und Springsteen on Broadway 2017â2018
1980 erschien das Doppelalbum The River. Zu dessen 35-jährigem Jubiläum wurde 2015 die Box The Ties That Bind: The River Collection verÜffentlicht.
Aus diesem Anlass ging Bruce Springsteen 2016 mit seiner E Street Band auf Welttournee und spielte rund 75 Konzerte.
2016 erschien auch Springsteens Autobiografie Born to run. Er machte im Herbst eine ausgedehnte Tournee durch Buchläden, wobei er seine Bßcher signierte und Auszßge aus dem Buch vorlas.
Im Januar 2017 war Springsteen von US-Präsident Obama eingeladen, kurz vor dem Ende seiner Präsidentschaft fĂźr die Mitarbeiter des WeiĂen Hauses im dortigen East Room zu spielen. FĂźr diesen Anlass erarbeitete dieser innerhalb von zwei Tagen ein Konzept, das ein Solo-Konzert mit vorgelesenen AuszĂźgen aus der Autobiografie verband. Laut Springsteen war das zu 90 % der Rahmen der sich daraus später entwickelnden Broadway-Show. Diese ursprĂźnglich als einmalige Veranstaltung in eine Show zu verwandeln, schlug Barack Obama nach der AuffĂźhrung im WeiĂen Haus vor.
In der ersten Jahreshälfte 2017 tourte die E Street Band in Australien und Neuseeland.
Im Zeitraum vom 3. Oktober 2017 (Preview) bis zum 15. Dezember 2018 gab der Musiker unter dem Titel Springsteen on Broadway im Walter Kerr Theatre in New York 236 ausverkaufte Solokonzerte, in denen er sang sowie Gitarre und Piano spielte, Anekdoten aus seiner Autobiographie Born to Run und andere Erinnerungen zum Besten gab. Springsteens Ehefrau Patti Scialfa trat bei fast allen Konzerten mit auf. Im Durchschnitt fanden Ăźber den Zeitraum von 15 Monaten wĂśchentlich fĂźnf Shows statt. Die Konzerteinnahmen betrugen 113 Millionen US-Dollar.cite-ref-11[11]
2019â2024: Western Stars , Letter to You und Only the Strong Survive
Im Juni 2019 erschien das Soloalbum Western Stars mit groĂem Orchester und Anleihen an Western Music und den Soundtracks der klassischen Westernfilme. Laut Springsteen waren KĂźnstler wie Glen Campbell, Jimmy Webb und Burt Bacharach seine Inspiration fĂźr das Album. Das Album wurde im April 2019 in kompletter Länge in der historischen Scheune von Springsteens Stone Hill Farm in Coltâs Neck im US-Bundesstaat New Jersey vor geladenen Gästen live aufgefĂźhrt und gefilmt. Die Liveaufnahme wurde im Dezember 2019 sowohl als Kinofilm als auch als Live-CD und DVD verĂśffentlicht. Zusätzlich zu den Songs des Studioalbums wurde live auch Rhinestone Cowboy von Glen Campbell gespielt.
Im November 2019 erfolgten die Aufnahmen zum Folgealbum Letter to You, das im Oktober 2020 verĂśffentlicht wurde. Damit erschien wieder ein Album mit der E Street Band und dem typischen Sound, das auch drei in den 1970ern komponierte Titel enthält. Sämtliche neuen Songs hatte Bruce Springsteen innerhalb einer Woche komponiert und das Album wurde innerhalb von nur vier Tagen komplett live in Springsteens Aufnahmestudio auf seinem Anwesen in Coltâs Neck eingespielt. Die Aufnahmen wurden auch gefilmt.
Aufgrund der Corona-Pandemie konnten weder fĂźr Western Stars noch fĂźr Letter to You Tourneen stattfinden.
Vom Frßhjahr 2020 bis Herbst 2021 produzierte Springsteen 29 Folgen seiner neu entstandenen Radiosendung From my home to yours, die ca. 14-täglich auf der Station E Street Radio des Satellitenradiosenders Sirius XM ausgestrahlt wurden. Springsteen hatte im Lockdown 2020 die Idee, auf diese Weise Kontakt zu seinen Fans zu halten, und fungierte von seinem Zuhause aus als DJ und Host der Show, die abwechselnde Mottos hatte, die jeweils in die Songauswahl und die Moderation einflossen.
Ebenfalls 2020/2021 wurden 8 Folgen von Gesprächen zwischen Springsteen und Barack Obama in Colts Neck aufgezeichnet und als Buch und Spotify Podcast unter dem Titel Renegades: Born in the USA verÜffentlicht.cite-ref-12[12] Der Podcast erschien 2021, am 26. Oktober 2021 erschien das Buch.
Bei der Amtseinfßhrung von US-Präsident Joe Biden im Januar 2021 spielte Springsteen vor dem Lincoln Memorial in Washington D.C. sein Stßck Land of hope and dreams in einer Solo-Akustik-Version.
Im Dezember desselben Jahres verkaufte Springsteen die Rechte an seiner Musik an Sony. Der Verkaufspreis wurde nicht bekanntgegeben. Der Wert der Rechte wurde auf mehr als 500 Millionen US-Dollar geschätzt.cite-ref-13[13]
Am 11. November 2022 wurde das 21. Studio-Album Only the Strong Survive verĂśffentlicht. Das Album besteht aus Cover-Versionen von SoulstĂźcken und ist nach We shall overcome â the Seeger sessions das zweite Album Springsteens, das ausschlieĂlich aus Cover-Versionen besteht. Videoclips der StĂźcke Do I Love You (Indeed I Do), Nightshift und Don't Play That Song wurden bereits vorab verĂśffentlicht. Das Album wurde im Jahr 2020 aufgenommen und Springsteen hat sämtliche StĂźcke ausgewählt, steuerte aber ausschlieĂlich den Gesang zu den Aufnahmen bei. Produzent Ron Aniello spielte auĂer den Bläsern einen GroĂteil der Instrumente ein, die E Street Band hat nicht bei den Aufnahmen mitgewirkt. Gleichzeitig mit der AnkĂźndigung des Albums wurde bekannt, dass Springsteen mit der E Street-Band ab Februar 2023 auf Welttournee gehen wird, zum ersten Mal seit 2017.
Im Februar 2023 starteten Springsteen und die E Street-Band eine umfangreiche Tour durch Nordamerika und Europa. Die Auftritte ab 6. September 2023 wurden wegen eines MagengeschwĂźrs Springsteens auf das Folgejahr verschoben.cite-ref-14[14] Neben diesen Ersatzterminen fanden 2024 weitere Konzerte in Nordamerika und Europa im Rahmen der 2024 World Tour statt.cite-ref-15[15]
Im Juli 2024 schätzte das US-Wirtschaftsmagazin Forbes Springsteens VermÜgen auf mindestens 1,1 Milliarden US-Dollar.cite-ref-16[16]
2025: Land of Hope and Dreams und Tracks II
Zum Auftakt seiner Land of Hope and Dreams-Tour am 14. Mai 2025 in Manchestercite-ref-17[17] kritisierte Springsteen die Trump-Administration in mehreren Pausen seines ersten Auftritts,cite-ref-18[18] worauf Trump reagierte und nicht nur Springsteen, sondern auch Taylor Swift beleidigte.cite-ref-19[19]cite-ref-20[20] Bei seinem zweiten Auftritt in Manchester kritisierte Springsteen die Trump-Administration erneut.cite-ref-21[21] Aufnahmen von Springsteens kritischen ĂuĂerungen sind auf der EP Land of Hope & Dreams zu hĂśren.
Im Juni 2025 verĂśffentlichte Springsteen mit Tracks II: The Lost Albums eine Sammlung von sieben bislang unverĂśffentlichten Alben mit insgesamt 83 Liedern, die zwischen 1983 und 2018 aufgenommen wurden.cite-ref-22[22]
Musik
Bruce Springsteen schĂśpft seine musikalischen EinflĂźsse aus dem Reservoir der traditionellen US-amerikanischen populären Musik, Folk, Blues, Soul und Country. Von Anfang an war Rock ânâ Roll der prägende Einfluss. Springsteen gilt als guter Gitarrist und war vor seiner Zeit als Frontmann viele Jahre Leadgitarrist in verschiedenen Bands. AuĂerdem beherrscht er das Klavierspiel, was er sich als Jugendlicher auf dem Piano seiner Tante selbst beigebracht hatte. Ferner spielt er Bass, Schlagzeug und weitere Instrumente.
Auf seiner Debßt-LP ist der Folk-Einfluss deutlich zu hÜren. Ein Beispiel fßr den Einfluss dieser Musikgattung auf Springsteens Musik ist der stilistisch an Bob Dylan und Woody Guthrie angelehnte Titel This Hard Land (siehe Noten und ), den er 1995 auf seinem Greatest-Hits-Album verÜffentlichte. Er erweiterte das Spektrum seiner musikalischen Mittel auf seiner zweiten LP The Wild, the Innocent & the E Street Shuffle. Elemente lateinamerikanischer Musik, Jazz-, Soul- und Funk und Van-Morrison-Einflßsse sind zu hÜren, beim Stßck New York City Serenade sogar ein an die Musik George Gershwins erinnerndes Intro. Das liegt zum Teil an dem nur auf den ersten beiden Platten beteiligten schwarzen Pianisten David Sancious, der später jahrelang bei Sting spielte. Die Musik dieser Zeit spiegelt die ethnische und kulturelle Vielfalt New Jerseys und New Yorks wider, in der Springsteen aufwuchs.
Den Durchbruch in den USA und GroĂbritannien brachte 1975 das bis heute als Meilenstein geltende Album Born to Run. Im weiteren Verlauf seiner Karriere konzentrierte sich Springsteen mehr auf die Rockelemente seiner Musik. Er verdichtete zunächst den Sound und entwickelte ab Darkness on the Edge of Town ein ebenso schnĂśrkelloses wie prägnantes musikalisches Idiom, fĂźr das einfache Riffs und klar zu erkennende Songstrukturen prägend sind. Seine Musik wird in den USA auch zur Kategorie des sogenannten Heartland Rock gezählt, als dessen typische Vertreter auĂer Springsteen John Fogerty, Tom Petty, Bob Seger und John Mellencamp gelten. Diese Musik hat einen textlichen Bezug zum US-amerikanischen Alltag. Sie geht Ăźber reine Unterhaltung hinaus, indem sie soziale und gesellschaftliche Probleme thematisiert. Die Musik ist eher einfach und direkt gehalten. Ihren HĂśhepunkt fand diese Entwicklung mit Springsteens Erfolgsalbum Born in the U.S.A. und dort speziell im Titelsong, der auf einem sich ständig wiederholenden, fanfarenartigen Keyboard-Riff und einem hämmernden Drumbeat aufbaut. Passend dazu klingt in diesem StĂźck Springsteens Stimme; sie schreit dem HĂśrer die unsentimentale Geschichte der ebenso desillusionierten wie zornigen Figur, die Springsteen darstellt, geradezu ins Gesicht. Dass er auch mit ruhigen Songs Charterfolge verbuchen kann, zeigen Titel wie My hometown und Iâm on Fire (), bei dem die Schlagzeug-Linie von dezenten Hi-Hat-Schlägen sowie Rim-Klicks (Schlag auf die Kante der Snare-Drum) gebildet wird.
In den vergangenen Jahren hat Springsteen seine Musik weiter verändert. Es sind vermehrt Folkelemente bis hin zum Gospel zu hÜren. Auf seinem letzten Soloalbum Devils and Dust beeindruckt er nicht nur durch komplexes Songwriting, sondern auch als ausdrucksstarker und sensibler Sänger.
Auf dem Album We Shall Overcome â The Seeger Sessions coverte Springsteen Folkklassiker. Bei den Konzerten zum Album transformierte er auch eigene Songs wie Growinâ Up in die fĂźr ihn neue, eigentlich ziemlich alte Sprache.
2007 wirkte das Album Magic wie eine Besinnung auf die alte Stadionrock-AttitĂźde. Mit seinen satten Arrangements war es geradezu darauf angelegt, groĂe Stadien zu begeistern, was auf der entsprechenden Tournee auch gelungen ist.
2011 wirkte er als Gastmusiker bei dem Lied Peg oâ My Heart der Folk-Punk-Band Dropkick Murphys auf deren Album Going Out In Style mit.cite-ref-23[23]
2017 und 2018 hatte Bruce Springsteen eine eigene Show am Broadway in New York. Bis Dezember 2018 fanden mehr als 230 Shows stattcite-ref-24[24]. Im Juli 2018 verkĂźndete das Management von Bruce Springsteen, dass die Show an den Streamingdienst Netflix verkauft wurdecite-ref-25[25]. Die Erstausstrahlung auf Netflix fand am 15. Dezember 2018 statt.
Das im November 2022 erschienene Album Only the Strong Survive besteht ausschlieĂlich aus Cover-Versionen von Soul-StĂźcken der 60er und 70er Jahre.
Im Laufe seiner Karriere hat Springsteen bis 2022 ca. 350 Eigenkompositionen verĂśffentlicht.
Live-Konzerte
Springsteens hochenergetische Livekonzerte sind ein entscheidender Faktor seines Erfolges. Sie zeichnen sich u. a. sowohl durch täglich wechselnde Liederfolgen als auch durch Spieldauer von 3,5 bis 4 Stunden aus. Live wird die Band meist durch zusätzliche Musiker, z. B. Horn Section, Backgroundsänger und Percussions ergänzt. Springsteen nimmt auch häufig Songwßnsche aus dem Publikum entgegen. Der Tontechniker Kevin Buell ist seit den Achtziger Jahren Springsteens Assistent bei Liveauftritten sowie im Studio und zuständig fßr Springsteens Gitarren und Verstärker.
Springsteen spielt den GroĂteil seiner Konzerte mit der E Street Band, die seit den 2000er Jahren meist um Gastmusiker ergänzt wird. Im Laufe seiner Karriere gab es jedoch auch zwei Solo-Tourneen, eine Broadway-Show und anders besetzte Begleitbands wie etwa in der Human Touch/Lucky Town-Phase und auf der Seeger Sessions-Tournee. AuĂerdem tritt er häufig z. B. in Asbury Park mit lokalen Bands auf und auch als Gastmusiker mit anderen internationalen Stars wie z. B. Paul McCartney, Sting oder John Fogerty.
Springsteen hatte seine ersten Ăśffentlichen Auftritte 1965 und hat seither ca. 3500 Live-Konzerte gespielt.
Texte
Bruce Springsteen gilt als aufmerksamer Beobachter und Chronist des US-amerikanischen Alltags. Er porträtiert in seinen Songs das Leben des âkleinen Mannesâ mit all seinen Träumen, SehnsĂźchten und Freuden, aber auch seinem Scheitern an der Realität. Dabei begleitet er die Figuren auf ihrem Lebensweg: Auf seinen ersten Platten sind dies vor allem Jugendliche, die sich die HĂśrner abstoĂen und von einer glĂźcklichen Zukunft träumen. Springsteen besingt die Helden seiner frĂźhen Lieder in geradezu Ăźberschwänglich romantischer Weise und neigt zu ausufernden Wort-Kaskaden im Stile des stream of consciousness. Kritiker fĂźhlten sich zum Teil an die Metaphern der frĂźhen Lieder von Van Morrison und Bob Dylan erinnert. Auf seinen späteren Alben wurden Springsteens Texte deutlich nĂźchterner, knapper im Ausdruck und präziser in der Beobachtung.
Im Laufe seiner Karriere wurden die von ihm beschriebenen Charaktere zunehmend hoffnungslos und verbittert. Die Helden oder Anti-Helden seiner Lieder sind die Gestrauchelten und Gestrandeten mit ihren enttäuschten Hoffnungen und geplatzten Träumen. Springsteen erzählt von gescheiterten Beziehungen (vor allem auf dem Album Tunnel of love), Arbeitslosigkeit (Youngstown, Johnny 99), Kriminalität (Murder Incorporated), Fremdenfeindlichkeit (Galveston Bay), wirtschaftlicher Ausbeutung von Fremdarbeitern (Sinaloa Cowboys), Rassenunruhen (My Hometown), Resignation (Downbound Train), dem Rßckblick auf bessere, vergangene Tage (Glory Days, Bobby Jean), aber auch von den Ausbruchsversuchen der Protagonisten aus ihrer trostlosen Existenz (Thunder Road, Hungry Heart). Am ausgeprägtesten ist diese fatalistische Grundstimmung auf seinen Soloalben, wie etwa Nebraska, die eine fast depressive und gespenstische Atmosphäre hat. Sein wohl bekanntester Song Born in the U.S.A. wurde (und wird) gelegentlich als Jubelhymne auf den amerikanischen Traum fehlgedeutet, tatsächlich handelt er aber von den Erfahrungen eines US-amerikanischen Vietnam-Heimkehrers, der, zurßck in der Heimat, keinen Platz mehr in der Gesellschaft findet. Springsteen hatte in seiner Jugend den Vietnamkrieg auf dem Fernsehschirm mitverfolgt und erleben mßssen, wie junge Männer aus seinem Bekannten- und Freundeskreis als Soldaten in Vietnam fielen oder als gebrochene Menschen heimkehrten.
Bruce Springsteen nimmt in seinen Liedern fast nie direkt politisch Stellung. Obwohl er Missstände in der US-amerikanischen Gesellschaft thematisiert, geht er nicht so weit, Ursachen zu benennen, Schuldige anzuklagen oder nach LĂśsungen zu suchen. Er beschränkt sich darauf, die Folgen sozialer Missstände und wirtschaftlicher Krisen anhand fiktiver und verallgemeinert dargestellter Einzelschicksale exemplarisch zu erzählen. Dabei stellt er nur gelegentlich und ansatzweise das US-amerikanische Gesellschaftsmodell an sich in Frage: âDown here itâs just winners and losers and donât get caught on the wrong side of that lineâ.cite-ref-26[26]
Beinahe schon klassische Motive der US-amerikanischen Popularkultur wie The Road oder The River tauchen in seinen Liedern immer wieder auf. Auch Autos spielen in seinen Songs oft eine wichtige Rolle (Climb in back, heavenâs waiting on down the tracks aus Thunder road). Ist das Motiv des Fahrens anfangs beinahe ein Symbol fĂźr Freiheit, so erfĂźllt dieses Bild in späteren Liedern eher die Funktion der Flucht oder der verzweifelten Suche nach einem Ausweg. Er streift in seinen Texten manchmal durchaus die Grenze zum Klischee, etwa mit Zeilen wie I had a job, I had a girl / I had something going, mister, in this world (Downbound Train). Ihm gelingen gerade in der Ăźberzeichneten Darstellung seiner Figuren prägnante, typische Abbilder des Lebens eines groĂen Teils der US-amerikanischen Gesellschaft. Seine Texte geben damit häufig interessante Einblicke in die aktuellen US-amerikanischen âBefindlichkeitenâ.
Der Ich-Erzähler in Springsteens Texten stellt sich dabei immer auf die Seite des Verlierers. US-amerikanische Autoren wie Jim Cullen und Bryan K. Garman (siehe Literaturliste) haben den nicht unumstrittenen Versuch gemacht, eine Linie von Walt Whitman, Ralph Waldo Emerson und Mark Twain ßber Woody Guthrie zu Springsteen zu ziehen.
In den Texten mancher Songs tauchen religiĂśse Motive auf, wie sie allgemein sehr stark in die US-amerikanische Alltagssprache einflieĂen. Hier zeigt sich der Einfluss seiner christlichen Erziehung. So bezieht sich der Titel Adam raised a Cain auf die biblische Geschichte von Kain und Abel (In the Bible Cain slew Abel, and East of Eden he was cast. Youâre born into this life paying for the sins of somebody elseâs past). Der Titel Across the border scheint an den Auszug des israelitischen Volkes aus Ăgypten in das gelobte Land angelehnt (Where pain and memory, pain and memory have been stilled. There across the border. For what are we without hope in our hearts, that someday weâll drink from Godâs blessed waters). Auf dem Album The Rising treten die religiĂśsen BezĂźge stärker in den Vordergrund. Springsteen neigt hierbei nicht dazu â wie etwa Bob Dylan während seiner âchristlichen Phaseâ â missionarischen Eifer zu entwickeln und sich als Prediger zu betätigen. Ăber die Verbindung von Glaube und Musik sagt Springsteen: âEs gibt keinen besseren Brunnen als die Mythen des Katholizismus. Alles ist da drin.âcite-ref-27[27]
Anders als in den meisten anderen Popsongs gibt es in Springsteens Liedern keinerlei GlĂźcksversprechen oder irgendeine Aussicht auf ErlĂśsung. Das heiĂt nicht, dass er nicht auch frĂśhliche Lieder schreibt. Viele seiner StĂźcke sind sogar durchaus tanzbar. GlĂźckliche Momente sind bei ihm nie von Dauer, sondern bestenfalls Träumereien oder von vornherein zum Scheitern verurteilte Fluchtversuche vor den Realitäten des Lebens. Ebenso wenig kommt erfĂźllte Liebe in seinen Liedern vor. Dennoch â oder gerade deshalb â sind seine Figuren, in einem typischen US-amerikanischen Motiv, getrieben von der Sehnsucht, ihr scheinbar unvermeidliches Schicksal zu Ăźberwinden, und dem Willen, sich niemals geschlagen zu geben.
Die enorme Popularität Springsteens liegt sicher nicht zuletzt darin begrĂźndet, dass ein groĂer Teil seines Publikums sich in seinen Liedern wiedererkennt. Von zahlreichen eingefleischten Fans wird er teilweise wie ein Volksheld verehrt.
Bruce Springsteen hat eine sehr charismatische BĂźhnenpräsenz. Er vermittelt seinem Publikum die GefĂźhle, die er selbst als Jugendlicher beim HĂśren und Spielen von Musik empfunden hat. Seine Konzerte haben eine fast kathartische Wirkung auf seine ZuhĂśrer. Sie werden daher sogar oft mit Gottesdiensten verglichen, nicht zuletzt deshalb â wie sehr gut auf den beiden ersten Platten von Live/1975 â 85 zu hĂśren â, weil er in der Vergangenheit zu fast jedem Lied eine fesselnde, unterhaltsame und oft auch sehr persĂśnliche Geschichte zu erzählen hatte.
Filme
⢠Bruce Springsteen: In His Own Words (2016). Regie: Nigel Cole. Springsteen erzählt aus seinem Leben. (Vom ZDF ausgestrahlt unter dem Titel Bruce Springsteen: Born in the USA.)
⢠Bruce Springsteen, der amerikanische Freund (2024). Regie: Thomas Boujut, Frankreich, Arte.
⢠Springsteen: Deliver Me from Nowhere (2025) Regie: Scott Cooper, USA.
Publikationen
⢠Born to Run. Simon and Schuster, New York 2016, ISBN 978-1-4711-5779-0.
⢠deutsche Ausgabe: Born to Run. Die Autobiografie. Aus dem Amerikanischen von Teja Schwaner u. a., Heyne, Mßnchen 2016, ISBN 978-3-453-20131-6.
⢠Leonardo Colombati: Bruce Springsteen â Like a Killer in the Sun â Songtexte. Deutsche Erstausgabe mit 101 Springsteen-Liedtexten, ins Deutsche Ăźbertragen von Heinz Rudolf Kunze. Erste autorisierte und einzige deutsche Ausgabe von Springsteens Lyrics. Ditzingen 2019, ISBN 978-3-15-011218-2cite-ref-28[28]
⢠Renegades: born in the USA: dreams, myths, music (with Barack Obama). Crown, New York 2021, ISBN 978-0-593-23631-4.
⢠deutsche Ausgabe: Renegades: born in the USA: Träume â Mythen â Musik. (mit Barack Obama). Aus dem Amerikanischen von Stephan Kleiner und Henriette Zeltner-Shane, Penguin, MĂźnchen 2021, ISBN 978-3-328-60243-9.
Politische Ansichten und Aktivismus
Springsteen gab im April 2008 seine UnterstĂźtzung fĂźr Barack Obamas Präsidentschaftskampagne 2008 bekannt.cite-ref-usa-today-2008-29-0[29] Er nahm im Laufe des Jahres an mehreren Kundgebungen zur UnterstĂźtzung Obamas teil.cite-ref-pitchfork-2008-30-0[30] Bei einer Kundgebung in Ohio sprach Springsteen Ăźber die Bedeutung von âWahrheit, Transparenz und Integrität in der Regierung, das Recht jedes Amerikaners auf einen Arbeitsplatz, einen existenzsichernden Lohn, eine gute Schulbildung und ein Leben in WĂźrde der Arbeit und in der Sicherheit eines Zuhauses.âcite-ref-31[31] Obwohl er sagte, er wĂźrde die Präsidentschaftswahlen 2012 aussetzen, setzte sich Springsteen in Ohio, Iowa, Virginia, Pittsburgh und Wisconsin fĂźr Obamas Wiederwahl ein.cite-ref-knickerbocker-32-0[32]cite-ref-orel-2012-33-0[33]cite-ref-sweet-2012-34-0[34] Die Firma Topps wĂźrdigte Springsteens UnterstĂźtzung der Kampagne 2008 mit ihrer Barack-Gedenksammelkartenserie, in der Springsteen auf Karte Nr. 59, âThe 'O' Street Bandâ, auftritt.cite-ref-35[35]
Springsteen unterstĂźtzt LGBTQ-Rechte und die Homo-Ehe. In einem Interview mit dem LGBT-Magazin The Advocate im April 1996 sagte er: âMan bekommt seinen FĂźhrerschein und nimmt an allen gesellschaftlichen Ritualen teil. Das ist Teil des Platzes in der Gesellschaft und in gewisser Weise auch Teil der gesellschaftlichen Akzeptanz.âcite-ref-wieder1995-36-0[36] Im Jahr 2009 verĂśffentlichte er auf seiner Website folgende Erklärung: âIch glaube seit Langem an die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare und habe mich immer fĂźr sie eingesetzt. Ich stimme Gouverneur Corzine voll und ganz zu, wenn er schreibt: âDie Frage der Ehegleichheit sollte als das erkannt werden, was sie wirklich ist â eine Frage der BĂźrgerrechte, die angenommen werden muss, um sicherzustellen, dass alle BĂźrger vor dem Gesetz die gleichen Rechte haben.ââcite-ref-37[37] 2012 unterstĂźtzte er die âFour 2012â, eine Werbekampagne fĂźr die Homo-Ehe. Springsteen bemerkte in dem Werbespot: âIch stimme dieser Aussage uneingeschränkt zu und fordere alle, die fĂźr die Gleichbehandlung unserer schwulen und lesbischen BrĂźder und Schwestern eintreten, auf, jetzt ihre Stimme zu erheben.âcite-ref-38[38] Im April 2016 sagte Springsteen wenige Tage vor dem geplanten Konzert in Greensboro, North Carolina, einen Auftritt ab, um gegen den neu verabschiedeten Public Facilities Privacy & Security Act, auch bekannt als âBathroom Lawâ, zu protestieren. Dieser schreibt vor, welche Toiletten Transgender benutzen dĂźrfen, und verhindert, dass LGBTQ-BĂźrger wegen Menschenrechtsverletzungen am Arbeitsplatz klagen kĂśnnen. Springsteen verĂśffentlichte eine Erklärung auf seiner Website. Die Human Rights Campaign begrĂźĂte Springsteens Aussage, und er erhielt viel Lob von der LGBTQ-Community.cite-ref-39[39]
Während eines Auftritts im australischen Perth im Jahr 2017 gab Springsteen eine Erklärung ab, in der sie den Frauenmarsch nach der AmtseinfĂźhrung gegen die kommende Trump-Regierung in Städten weltweit feierte: âWir sind weit weg von zu Hause, und unsere Herzen und Seelen sind bei den Hunderttausenden von Frauen und Männern, die gestern in jeder Stadt Amerikas und in Melbourne marschiert sind ⌠[Sie] haben gegen Hass und Spaltung demonstriert und sich fĂźr Toleranz, Inklusion, reproduktive Rechte, BĂźrgerrechte, Rassengerechtigkeit, LGBTQ-Rechte, Umwelt, Lohngleichheit, Gleichberechtigung der Geschlechter, Gesundheitsversorgung und Einwandererrechte eingesetzt. Wir stehen an Ihrer Seite. Wir sind der neue amerikanische Widerstand.â
Springsteen ist ein entschiedener Kritiker von Donald Trump, den er den âBetrĂźger aus Queensâ nennt.cite-ref-40[40] Während Trumps erster Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten im Oktober 2019 sagte Springsteen, Trump habe âkein Verständnis fĂźr die tiefe Bedeutung dessen, was es bedeutet, Amerikaner zu seinâ, und nannte ihn im Juni 2020 eine âBedrohung fĂźr unsere Demokratieâ.cite-ref-41[41] Springsteens Song âThe Risingâ wurde auf dem Democratic National Convention 2020 zur UnterstĂźtzung von Joe Biden prominent präsentiert, begleitet von einem neuen Video und dem Wahlkampfslogan The Rising.cite-ref-42[42] Am 13. Oktober 2020 verĂśffentlichte der Autor Don Winslow vor seiner Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania ein kritisches Video Ăźber Trump. Das Video enthält Springsteens Song âStreets of Philadelphiaâ.cite-ref-43[43] Wenige Tage vor den US-Präsidentschaftswahlen 2020 sprach Springsteen einen Wahlkampfspot, der Bidens Kindheit in Scranton, Pennsylvania, in den Mittelpunkt rĂźckte. Während des gesamten Spots lief âMy Hometownâ. Biden verwendete âWe Take Care of Our Ownâ als einen seiner Titelsongs, wie Obama es 2012 vor ihm getan hatte.cite-ref-44[44] Am 3. Oktober 2024 unterstĂźtzte Springsteen Vizepräsidentin Kamala Harris bei den US-Präsidentschaftswahlen 2024 und hielt am 24. Oktober eine Rede bei einer ihrer Wahlkampfveranstaltungen.cite-ref-45[45]cite-ref-46[46]
Bei einem Konzert in Manchester am 14. Mai 2025 sprach sich Springsteen gegen Trump aus und bezeichnete dessen Regierung als âkorrupt, inkompetent und verräterischâ. Zwei Tage später reagierte Trump auf Truth Social, indem er Springsteen als âvĂśllig Ăźberbewertetâ und âdumm wie ein Steinâ bezeichnete.cite-ref-47[47] Tino Gagliardi, der Präsident der American Federation of Musicians, verteidigte Springsteen mit den Worten: âMusiker haben das Recht auf freie MeinungsäuĂerung und wir stehen solidarisch an der Seite aller unserer Mitglieder.âcite-ref-48[48] Am 19. Mai forderte Trump eine umfassende Untersuchung von Springsteen, BeyoncĂŠ, Oprah und anderen Prominenten wegen ihrer UnterstĂźtzung fĂźr Harris. Er behauptet, Harris habe sie illegal bezahlt, um ihre Präsidentschaftskampagne 2024 zu unterstĂźtzen.cite-ref-49[49] Musiker wie Neil Young und Eddie Vedder verteidigten Springsteen mit der BegrĂźndung, sein Recht auf freie MeinungsäuĂerung werde verletzt.cite-ref-50[50] Springsteen verĂśffentlichte Aufnahmen seiner Bemerkungen zu Manchester als Teil einer Live-EP mit dem Titel âLand of Hope and Dreamsâ.cite-ref-51[51]
Diskografie
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Hauptartikel
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Bruce Springsteen/Diskografie
Studioalben
| Jahr | Titel Musiklabel | HĂśchstplatzierung, Gesamtwochen/ââmonate, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen Template:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen Template:Charttabelle/Wartung/Monatsdaten (Jahr, Titel, Musiklabel , PlatÂzieÂrungen, WoÂchen/MoÂnate, AusÂzeichÂnungen, AnmerÂkungen) | HĂśchstplatzierung, Gesamtwochen/ââmonate, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen Template:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen Template:Charttabelle/Wartung/Monatsdaten (Jahr, Titel, Musiklabel , PlatÂzieÂrungen, WoÂchen/MoÂnate, AusÂzeichÂnungen, AnmerÂkungen) | HĂśchstplatzierung, Gesamtwochen/ââmonate, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen Template:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen Template:Charttabelle/Wartung/Monatsdaten (Jahr, Titel, Musiklabel , PlatÂzieÂrungen, WoÂchen/MoÂnate, AusÂzeichÂnungen, AnmerÂkungen) | HĂśchstplatzierung, Gesamtwochen/ââmonate, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen Template:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen Template:Charttabelle/Wartung/Monatsdaten (Jahr, Titel, Musiklabel , PlatÂzieÂrungen, WoÂchen/MoÂnate, AusÂzeichÂnungen, AnmerÂkungen) | HĂśchstplatzierung, Gesamtwochen/ââmonate, Auszeichnung Chartplatzierungen Chartplatzierungen Template:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen Template:Charttabelle/Wartung/Monatsdaten (Jahr, Titel, Musiklabel , PlatÂzieÂrungen, WoÂchen/MoÂnate, AusÂzeichÂnungen, AnmerÂkungen) | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Titel Musiklabel | DE | AT | CH | UK | US Template:Charttabelle/Wartung/Charts inexistent | Anmerkungen |
| 1973 | Greetings from Asbury Park, N.J. Columbia Records (Columbia) | â | â | â | UK 41 a Silber (10 Wo.) UK | US 60 Ă2 Doppelplatin (43 Wo.) US | ErstverĂśffentlichung: 5. Januar 1973 Verkäufe: + 2.095.000 |
| 1973 | The Wild, the Innocent & the E Street Shuffle Columbia Records (Columbia) | â | â | â | UK 33 a Silber (12 Wo.) UK | US 59 Ă2 Doppelplatin (34 Wo.) US | ErstverĂśffentlichung: 11. September 1973 Verkäufe: + 2.095.000 |
| 1975 | Born to Run Columbia Records (Columbia) | â | â | â | UK 17 Platin (52 Wo.) UK | US 3 Ă7 Siebenfachplatin (116 Wo.) US | ErstverĂśffentlichung: 25. August 1975 Verkäufe: + 7.917.500 |
| 1978 | Darkness on the Edge of Town Columbia Records (Columbia) | â | â | â | UK 14 Gold (41 Wo.) UK | US 5 Ă3 Dreifachplatin (104 Wo.) US | ErstverĂśffentlichung: 2. Juni 1978 Verkäufe: + 3.380.000 |
| 1980 | The River Columbia Records (Columbia) | DE 31 Gold (12 Wo.) DE | â | CH 36 (3 Wo.) CH | UK 2 Platin (89 Wo.) UK | US 1 Ă5 FĂźnffachplatin (110 Wo.) US | ErstverĂśffentlichung: 10. Oktober 1980 Verkäufe: + 6.360.000 |
| 1982 | Nebraska Columbia Records (Columbia) | DE 3 b (9 Wo.) DE | AT 4 c (3 Wo.) AT | CH 3 c (⌠Wo.) Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig CH | UK 3 Gold (20 Wo.) UK | US 3 Platin (32 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 20. September 1982 Verkäufe: + 1.840.000 |
| 1984 | Born in the U.S.A. Columbia Records (Columbia) | DE 1 Ă2 Doppelplatin (97 Wo.) DE | AT 1 (61 Wo.) AT | CH 1 Ă3 Dreifachplatin (74 Wo.) CH | UK 1 Ă3 Dreifachplatin (136 Wo.) UK | US 1 Ă7 Diamant + Siebenfachplatin (144 Wo.) US | ErstverĂśffentlichung: 4. Juni 1984 Verkäufe: + 30.000.000 [ 52 ] |
| 1987 | Tunnel of Love Columbia Records (Columbia) | DE 3 Gold (39 Wo.) DE | AT 6 (2 Mt.) AT | CH 2 Platin (29 Wo.) CH | UK 1 Platin (33 Wo.) UK | US 1 Ă3 Dreifachplatin (45 Wo.) US | ErstverĂśffentlichung: 9. Oktober 1987 Verkäufe: + 4.930.716 |
| 1992 | Human Touch Columbia Records ( Sony ) | DE 2 Gold (25 Wo.) DE | AT 1 Gold (16 Wo.) AT | CH 1 Platin (19 Wo.) CH | UK 1 Gold (17 Wo.) UK | US 2 Platin (27 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 25. März 1992 Verkäufe: + 2.377.500 |
| 1992 | Lucky Town Columbia Records (Sony) | DE 4 Gold (25 Wo.) DE | AT 2 Gold (15 Wo.) AT | CH 2 Gold (16 Wo.) CH | UK 2 Gold (11 Wo.) UK | US 3 Platin (23 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 31. März 1992 Verkäufe: + 2.377.500 |
| 1995 | The Ghost of Tom Joad Columbia Records (Sony) | DE 22 (23 Wo.) DE | AT 13 Gold (16 Wo.) AT | CH 8 (14 Wo.) CH | UK 16 Gold (21 Wo.) UK | US 11 Gold (14 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 21. November 1995 Verkäufe: + 1.685.000 |
| 2002 | The Rising Columbia Records (Sony) | DE 1 Platin (37 Wo.) DE | AT 2 Gold (18 Wo.) AT | CH 2 Gold (14 Wo.) CH | UK 1 Platin (22 Wo.) UK | US 1 Ă2 Doppelplatin (37 Wo.) US | ErstverĂśffentlichung: 29. Juli 2002 Verkäufe: + 3.228.121 |
| 2005 | Devils & Dust Columbia Records (Sony) | DE 1 Gold (15 Wo.) DE | AT 1 Gold (16 Wo.) AT | CH 1 (12 Wo.) CH | UK 1 Gold (8 Wo.) UK | US 1 Gold (13 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 26. April 2005 Verkäufe: + 1.107.500 |
| 2006 | We Shall Overcome: The Seeger Sessions Columbia Records ( Sony BMG ) | DE 5 Gold (23 Wo.) DE | AT 3 (11 Wo.) AT | CH 5 (14 Wo.) CH | UK 3 Gold (10 Wo.) UK | US 3 Gold (22 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 25. April 2006 Verkäufe: + 1.010.000 |
| 2007 | Magic Columbia Records (Sony BMG) | DE 3 Platin (28 Wo.) DE | AT 1 Gold (13 Wo.) AT | CH 4 Gold (15 Wo.) CH | UK 1 Gold (17 Wo.) UK | US 1 Platin (26 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 25. September 2007 Verkäufe: + 2.092.500 |
| 2009 | Working on a Dream Columbia Records (Sony) | DE 1 Gold (18 Wo.) DE | AT 1 Gold (24 Wo.) AT | CH 1 Gold (25 Wo.) CH | UK 1 Gold (16 Wo.) UK | US 1 Gold (18 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 23. Januar 2009 Verkäufe: + 1.092.410 |
| 2012 | Wrecking Ball Columbia Records (Sony) | DE 1 Platin (20 Wo.) DE | AT 1 Gold (29 Wo.) AT | CH 1 Gold (26 Wo.) CH | UK 1 Gold (22 Wo.) UK | US 1 Gold (26 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 6. März 2012 Verkäufe: + 1.141.000 |
| 2014 | High Hopes Columbia Records (Sony) | DE 1 Gold (12 Wo.) DE | AT 2 Gold (11 Wo.) AT | CH 1 Gold (14 Wo.) CH | UK 1 Gold (9 Wo.) UK | US 1 (14 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 10. Januar 2014 Verkäufe: + 402.500 |
| 2019 | Western Stars Columbia Records (Sony) | DE 1 Gold (30 Wo.) DE | AT 1 (25 Wo.) AT | CH 1 (32 Wo.) CH | UK 1 Gold (19 Wo.) UK | US 2 (4 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 14. Juni 2019 Verkäufe: + 320.000 |
| 2020 | Letter to You Columbia Records (Sony) | DE 2 Gold (22 Wo.) DE | AT 1 (20 Wo.) AT | CH 1 Gold (24 Wo.) CH | UK 1 Gold (11 Wo.) UK | US 2 (9 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 23. Oktober 2020 Verkäufe: + 345.000 |
| 2022 | Only the Strong Survive Columbia Records (Sony) | DE 1 (13 Wo.) DE | AT 1 (11 Wo.) AT | CH 1 (14 Wo.) CH | UK 2 Silber (8 Wo.) UK | US 8 (4 Wo.) US | ErstverÜffentlichung: 11. November 2022 Verkäufe: + 155.000 |
grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfĂźgbar
In GroĂbritannien erstmals 1985 in den Charts
Nebraska
erreichte die HĂśchstplatzierung in Deutschland im Oktober 2025. Bei VerĂśffentlichung erreichte das Album Platz 37.
Nebraska
platzierte sich in Ăsterreich und der Schweiz erstmals im Oktober 2025.
Auszeichnungen (Auswahl)
Springsteen erhielt während seiner fast 50-jährigen Karriere etliche Preise und Auszeichnungen, unter anderem 20 Grammy Awardscite-ref-53[53] und 1994 einen Oscar fßr den Song Streets of Philadelphia der zur Musik des Films Philadelphia gehÜrt. 2009 erhielt er den Kennedy-Preis fßr sein Lebenswerk, 2013 wurde er zum Mitglied der American Academy of Arts and Sciences gewählt. 2016 erhielt er die Presidential Medal of Freedom, die hÜchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten von Amerika.cite-ref-54[54]
⢠Grammy
⢠1985 âBest Rock Vocal Performance, Maleâ fĂźr Dancing in the Dark
⢠1988 âBest Rock Vocal Performance, Soloâ fĂźr Tunnel of Love
⢠1995 âBest Male Rock Vocal Performanceâ, âSong of the Yearâ, âBest Rock Songâ und âBest Song Written for a Motion Picture or Televisionâ fĂźr Streets of Philadelphia
⢠1997 âBest Contemporary Folk Albumâ fĂźr The Ghost of Tom Joad
⢠2003 âBest Male Rock Vocal Performanceâ und âBest Rock Songâ fĂźr The Rising (Single), âBest Rock Albumâ fĂźr The Rising
⢠2004 âBest Rock Performance by a Duo or Group with Vocalâ fĂźr Disorder in the House (Bruce Springsteen, Warren Zevon)
⢠2005 âBest Solo Rock Vocal Performanceâ fĂźr Code of Silence
⢠2006 âBest Solo Rock Vocal Performanceâ fĂźr Devils & Dust
⢠2007 âBest Traditional Folk Albumâ fĂźr We Shall Overcome: The Seeger Sessions, âBest Long Form Music Videoâ fĂźr Wings for Wheels: The Making of Born to Run
⢠2008 âBeste Performances eines KĂźnstlersâ fĂźr Radio Nowhere, âBester Songâ fĂźr Radio Nowhere, âBeste Rock-Instrumental-Performanceâ fĂźr Once Upon A Time In The West
⢠2009 âBester Rocksongâ fĂźr Girls in Their Summer Clothes
⢠2010 âBest Solo Rock Vocal Performanceâ fĂźr Working on a Dream
⢠1985: âBest Male Videoâ fĂźr Iâm on Fire, âBest Stage Performanceâ fĂźr Dancing in the Dark
⢠1994: âBest Video From a Filmâ fĂźr Streets of Philadelphia
⢠1995 âBest Original Song â Motion Pictureâ fĂźr Streets of Philadelphia
⢠2009 âBester Filmsongâ fĂźr The Wrestler
⢠Oscar
⢠1994 Academy Award fĂźr âBest Original Songâ fĂźr Streets of Philadelphia aus dem Film Philadelphia.
⢠Tony Award
⢠2018 fĂźr âSpringsteen on Broadwayâcite-ref-55[55]
⢠weitere Auszeichnungen
⢠2009 â Kennedy-Preis
⢠2021 â Woody-Guthrie-Preiscite-ref-56[56]
⢠2021 â National Medal of Artscite-ref-57[57]
Rezeption
Henry Edwards in der New York Times von 1975: âHis melodies [are] either second-hand or undistinguished and his performance tedious. Given such flaws there has to be another important ingredient to the success of Bruce Springsteen: namely, vigorous promotion.â (âSeine Melodien [sind] entweder aus zweiter Hand oder gewĂśhnlich und seine Auftritte langweilig. Bei solchen Schwächen muss es eine andere wichtige Zutat zum Erfolg Bruce Springsteens geben: und zwar lebhafte Werbung.â)
Die Zeitschrift Hifi Vision zu den Alben Lucky Town und Human Touch: âReichlich Western-Flair und Country-Seligkeit, einige packende Balladen und atmosphärische StĂźcke, auffällig viel einfach gestrickte Gebrauchslyrik, aber auch treffend skizzierte Bilder.â
Die Zeitschrift Rolling Stone 1982 zum Album Nebraska: âNebraska is an acoustic triumph, a basic folk album on which Springsteen has stripped his art down to the core. Itâs as harrowing as Darkness on the Edge of Town, but more measured. Every small touch speaks volumes: the delicacy of the acoustic guitars, the blurred sting of the electric guitars, the spare, grim images.â (âNebraska ist ein akustischer Triumph, ein grundlegendes Folkalbum auf welchem Springsteen seine Kunst bis ins Mark zerlegt. Es ist so erschĂźtternd wie Darkness on the Edge of Town, doch gemäĂigter. Jede einzelne Nuance spricht Bände: die Delikatesse der akustischen Gitarren, der verschwommene Stich der E-Gitarren, die spärlichen, dĂźsteren Bilder.â)
Konrad Heidkamp in der Zeit zu The Rising: âEs scheint ebenso unmĂśglich, die Ereignisse des 11. September angemessen in Noten und TĂśne zu fassen, wie man sie nicht mit Worten erklären kann. Und doch liegt der Schnittpunkt von Rockmusik und Politik genau darin, die Toten Amerikas, die Opfer des Attentats zu ehren und zugleich, mit einer leisen, brĂźchigen Stimme, jene Melodien zu singen, in denen alle Fehler und Niederlagen der USA nachklingen.â
Der Stern zum Album Devils & Dust: âBei der Instrumentierung hat sich der âBossâ eine strikte Bescheidenheit auferlegt. âIch wollte alles bewusst rau und unverfälscht halten. Ich denke, dass es genau das ist, was der heutigen Country-Musik häufig fehlt. Dieser gewisse Sound, der unter die Haut gehtâ, erklärt Springsteen. Und so hat jeder Song nur das bekommen, was er unbedingt braucht. Das GrundgerĂźst bildet dabei stets Springsteens schlichtes und zugleich eindringliches Gitarren- und Mundharmonikaspiel.â
Bei der Wahl der 500 besten Alben aller Zeiten der Zeitschrift Rolling Stone im Jahre 2003 wurden acht Springsteen-Alben gewählt. Erfolgreicher waren nur die Beatles mit elf sowie Bob Dylan und die Rolling Stones mit jeweils zehn Platzierungen. Die Alben des âBossâ nebst Platzierungen waren:
⢠Born to Run (Platz 18)
⢠Born in the U.S.A. (Platz 85)
⢠The Wild, the Innocent & the E Street Shuffle (Platz 132)
⢠Darkness on the Edge of Town (Platz 151)
⢠Nebraska (Platz 224)
⢠The River (Platz 250)
⢠Greetings from Asbury Park, N.J. (Platz 379)
⢠Tunnel of Love (Platz 475)
⢠Die 100 grĂśĂten Musiker aller Zeiten: Platz 23
⢠Die 100 grĂśĂten Sänger aller Zeiten: Platz 36
⢠Die 100 grĂśĂten Gitarristen aller Zeiten: Platz 96
⢠Die 100 grĂśĂten Songwriter aller Zeiten: Platz 14
Literatur
⢠Julia Edenhofer: Bruce Springsteen â The Boss. Bastei-LĂźbbe, Bergisch Gladbach 1988; ISBN 3-404-61116-0.
⢠Eric Alterman: It Ainât No Sin To Be Glad Youâre Alive â The Promise of Bruce Springsteen. Back Bay Books, Boston 2001, ISBN 0-316-03917-9.
⢠Peter Basham: Bruce Springsteen. Pocket Essentials, Harpenden 2005, ISBN 1-903047-97-8.
⢠Hank Bordowitz: The Bruce Springsteen Scrapbook. Citadel, New York 2004, ISBN 0-8065-2553-3.
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Weblinks
Commons
: Bruce Springsteen
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â Zitate
⢠Bruce Springsteen bei IMDb
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⢠News, Biografien, Albenßbersicht, Konzertberichte, Songtexte (Webarchiv)
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⢠The Wish â The German Bruce Springsteen Fanclub
⢠News, Songtexte
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